Weltwirtschaftsforum

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WEF verspricht Comeback 2003 in Davos

Posted by on Nov 14, 2016 in Geschäft, Humanities, Nachrichten und Gesellschaft, Unternehmergeist, Wirtschaft |

Solidaritäts- und weniger Sicherheitsüberlegungen gaben den Ausschlag für die Verlegung des Weltwirtschaftsforums nach New York. Eine Abkehr von Davos steht aber nicht zur Debatte.

Bern – Was vor drei Tagen schon die Spatzen von den Dächern pfiffen und am Dienstag seitens des «World Economic Forum» offiziell bestätigt wurde, durfte gestern formell auch der Bundesrat zur Kenntnis nehmen – womit auch Bundesbern offiziell New York als Tagungsort 2002 bestätigen konnte. Die Informationssperre sei, auf ausdrücklichen Wunsch von WEF-Präsident Klaus Schwab, aus Rücksicht auf die Bürgermeisterwahlen in New York verfügt worden.

d1Die gestrige Veranstaltung diente primär einer Präzisierung bereits bekannter Fakten. Entgegen anders lautenden Unkenrufen bekräftigte WEF-Direktor André Schneider «ganz klar», dass der Entscheid keine Abkehr von Davos bedeute. Das Treffen nächstes Jahr stehe unter dem Motto «Davos in New York», und es sei das Ziel des WEF, 2003 wieder ins Landwassertal zurückzukehren.

«Stärkste Antwort auf Terrorismus»

d3Laut Schneider erfolgt die Verlegung nach New York nicht aus Sicherheitsgründen, sondern sei symbolisch begründet. WEF-Gründer Schwab weilte zum Zeitpunkt der Terroranschläge vom 11. September in New York, und sofort sei ihm klar geworden, dass auf dieses Ereignis in geeigneter Form reagiert werden müsse: «Die stärkste Antwort auf den Terrorismus ist die Durchführung des WEF am Ort des Geschehens», sagte Schneider.

Die Beschwörung der Symbolik seitens der WEF-Spitze steht in einem gewissen Gegensatz zu den Erklärungs- und Beschwichtigungsversuchen der Behördenvertreter. So sagte Wirtschaftsminister Pascal Couchepin, der Bundesrat bedaure zwar den Entscheid, habe aber Verständnis für die Sorgen der Veranstalter um die Sicherheit. d4Schwabs Idee sei zwar eine «exzellente Lösung», doch damit New York ein «Zwischenspiel» bleibe, müsse jetzt umgehend das Sicherheitskonzept für das WEF 2003 in Davos erörtert werden.
Klipp und klar räumte der Bündner Volkswirtschaftsdirektor Klaus Huber ein, dass die Sicherheit für die Durchführung des WEF 2002 in Davos nicht gegeben wäre. Zwar hätten praktisch alle Kantone zugesagt, die Bündner Polizei zu unterstützen. Allgemein sei jedoch eine gewisse Zurückhaltung zu verspüren gewesen.

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Bedauern mit Grenzen

Posted by on Nov 14, 2016 in Geschäft, Humanities, Nachrichten und Gesellschaft, Unternehmergeist, Wirtschaft |

Concept of accusation guilty person girl

«Wir bedauern, und wir verstehen.» So oder ähnlich äusserten sich Bundesrat Pascal Couchepin, der Bündner Regierungsrat Klaus Huber und der Davoser Landammann Erwin Roffler zur Verlegung des World Economic Forum 2002 (WEF) von Davos nach New York. Alle drei kommentierten gestern diese Neuigkeit, die spätestens seit vorgestern Morgen keine mehr war.
Sie zeigten Verständnis dafür, dass WEF-Gründer und -Präsident Klaus Schwab ein Zeichen gegen den Terrorismus setzen will. Dies fiel ihnen umso leichter, als die Veranstaltung unter dem Titel «Davos in New York» stattfinden soll, wodurch der Schweiz trotz allem ein Auftritt auf der Weltbühne gesichert bleibt. Gleichzeitig könne unser Land einen «Beitrag an die Solidarität mit einer verletzten Stadt» leisten, sagte Huber.

Sicherheit wäre nicht gewährleistet

e2Der Bündner Volkswirtschaftsdirektor gab auch zu erkennen, weshalb sich das Bedauern trotz Verlusten fürs Image und für den Tourismus in Grenzen hält: «Die Sicherheit für das WEF 2002 wäre nicht gewährleistet gewesen.» Und zwar weil nicht genügend Polizeikräfte aus andern Kantonen zur Verfügung gestellt worden wären. Ohne Verstärkung insbesondere aus den «Demo-erprobten» städtischen Polizeikorps könne Graubünden den Sicherheitsauftrag jedoch nicht erfüllen.

WEF 2003 in Davos vorbereiten

Das Bedauern wird sich noch mehr in Grenzen halten, wenn das WEF 2003 tatsächlich wieder in Davos stattfinden kann. Dafür wollen sich nun der Bund, der Kanton Graubünden und die Landschaft Davos einsetzen. Die Behörden und die Bevölkerung von Davos stünden mehrheitlich hinter dem WEF, betonte Roffler, und auch Huber will die über 30-jährige Geschichte dieser Veranstaltung weiterführen und damit den viel zitierten «Spirit of Davos» weiterleben lassen. Couchepin sicherte zu, der Bund werde alles unternehmen, das WEF in der Schweiz zu behalten. Bis Ende Jahr wird sein Departement dem Bundesrat ein Diskussionspapier vorlegen, in dem die Rolle und die Möglichkeiten des Bundes zur Unterstützung der Veranstaltung dargelegt sind. Gleichzeitig lancierte Couchepin einen Aufruf an die Kantone, das ihrige zur Sicherung des WEF in Davos beizutragen. Bereits heute wird sich Justiz- und Polizeiministerin Ruth Metzler mit den kantonalen Polizeidirektoren über dieses Thema unterhalten. Eile ist insofern geboten, als spätestens am WEF 2002 über den Veranstaltungsort im Jahre 2003 informiert werden muss.f

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Doch die Sicherheitsprobleme werden sich 2003 kaum anders stellen als 2002. Zwar möchten alle ein friedliches WEF, das auch den Globalisierungskritikern eine Plattform bietet. Aber Huber machte auch klar, dass Davos schon aus Platzgründen niemals absolute Demonstrationsfreiheit gewähren könne. Das Dilemma ist also aufgeschoben, aber längst nicht aufgehoben.

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Weihnachtslauf: Anmeldeschluss

Posted by on Nov 14, 2016 in Geschäft, Humanities, Kommunikation, Nachrichten und Gesellschaft, Unternehmergeist, Wirtschaft |

f3Am Montag, 5. November, geht die Anmeldefrist für den am Samstag, 1. Dezember, stattfindenden 14. Gossauer Weihnachtslauf zu Ende. Die Anmeldung für diese grösste Breitensport-Veranstaltung in Gossau ist in insgesamt 27 Lauf-, in fünf Rollstuhl- und in vier Inline-Skating-Kategorien möglich. Besonderer Dank gilt dem Gold Sponsor Vögele Schuhe für die verschenkten Nike Schuhe. Auskünfte sind erhältlich unter Tel. 071/385 65 73 sowie im Internet www.weihnachtslauf.chdo
Rorschach – Chiasso. Die Rorschacher erwartet im letzten Heimspiel der Herbstrunde eine weitere schwierige Aufgabe. Zum dritten Mal stellt sich mit den Tessinern der Tabellenführer auf dem Pestalozziplatz (Sonntag, 14.30 Uhr) vor. edr

Gossau – Luzern. Nach vier Niederlagen in Serie sollte der FC Gossau am Sonntag im Heimspiel (14.30 Uhr) gegen das mit zahlreichen ausländischen Profis verstärkte U20-Team des FC Luzern eigentlich unbedingt zu Punkten kommen. Fraglich sind der seit längerer Zeit an einer Bronchitis erkrankte Andreas Wagenhaus und der verletzte Wetter.do

f5St. Gallen II – Zug 94. Zum letzten Heimspiel der Vorrunde muss das Team des FC St. Gallen gegen Zug (Sonntag, 15.00 Uhr, Lerchenfeld) ohne die gesperrten Peyrot und Zinna sowie die verletzten Nigg, Güntensberger und Knöpfel antreten. löw
St. Otmar – LC Brühl 20:30 (11:14)Kreuzbleiche – 600 Zuschauer St. Otmar: Rossi/Zecchinel; Sutter (5), N. Osterwalder (8/2), Rösch, Wieland, Frikart (3), Dankova (3), Oetiker, Bertschinger, M. Osterwalder (1).LC Brühl: Weber/Diener; Theodoridis (1), Egli, Schneider (3), Lendenmann (1), Kulcsar (4), Beck (1), Farley (6), Rombach (5), Spreiter (7/3), Baumann (2).
f4NLA. Qualifikation. 18. Runde. Samstag: 16.45 Young Boys – Basel. 17.30 Aarau – Lausanne. 19.30 Luzern – Sion. – Sonntag: 14.30 Lugano – St. Gallen. 16.15 Grasshoppers – Servette. 16.15 Neuchâtel Xamax – Zürich.NLB. Qualifikation. 20. Runde. Samstag: 17.30 Concordia Basel – Yverdon. Etoile Carouge – Baden. Wil – Winterthur. – Sonntag: 14.30 Delémont – Kriens. Locarno – Vaduz. Thun – Bellinzona.1. Liga. Gruppe 3. Samstag: 16.00 Buochs – Tuggen. Wohlen – Mendrisio. 17.00 Chur – Agno. – Sonntag: 14.30 Gossau – Luzern 2. Rapperswil-Jona – Schötz. Rorschach – Chiasso. 15.00 Freienbach – Kreuzlingen. St. Gallen 2 – Zug 94.2. Liga. Interregional. Samstag: 15.00 Landquart – Wetzikon. 16.30 Herisau – Frauenfeld. 17.00 St. Margrethen – Wittenbach. – Sonntag: 14.00 Widnau – Rüti. Winterthur 2 – Bazenheid. 15.00 Brühl – Eschen/Mauren.2. Liga. Gruppe 1. Samstag: 14.30 Flums – Ems. 14.30 Rapperswil-Jona – Rüthi. 17.00 Sargans – Glarus. – Sonntag: 14.30 Altstätten – Chur 97. 15.00 Rebstein – Bonaduz. Uznach – Balzers. Gruppe 2. Samstag: 14.30 Winkeln – Ebnat-Kappel. 16.00 Kirchberg – Flawil. 16.30 Weinfelden-Bürglen – Fortuna. – Sonntag: 14.00 Aadorf – Arbon. 14.30 Amriswil – Uzwil.Frauen. WM-Qualifikation. Samstag: 16.00 Schweiz – Schweden in Brugg.

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NLA. Qualifikation. 21. Runde. Samstag: 18.00 Davos – Rapperswil-Jona. 19.30 Bern – Ambri. Fribourg – Lugano. Lausanne – Kloten. ZSC – Langnau. Zug – Chur.NLB. Qualifikation. 14. Runde. Samstag: 17.45 Visp – GC. 19.30 Servette – Biel. 20.00 Ajoie – La Chaux-de-Fonds. Basel – Olten. Thurgau – Sierre.1. Liga. Gruppe 1. Samstag: 16.15 Seewen-Herti – Frauenfeld. 17.15 Dübendorf – Bülach. Wetzikon – Schaffhausen. 20.00 Arosa – Lenzerheide. Uzwil – Winterthur. 20.15 Bellinzona – Wil.
NLA. Frauen. Samstag: 16.45 Thun/Uni Bern – Uster. 18.00 Zug – Amicitia. 20.15 Basel – Spono Nottwil.NLB. Frauen. Samstag: 17.45 Uster 2 – Zofingen. 18.00 Luzern – Thun/Uni Bern 2. 18.45 Amicitia 2 – Olten. – Sonntag: 17.00 Spono Nottwil – Brühl 2.1. Liga. Männer. ABSAGE: Fortitudo Gossau – Arbon findet nicht statt.
NLA. Männer. Samstag: 18.00 Amriswil – Chênois, Tellenfeld. – Sonntag: 17.00 Appenzell/Gonten – Näfels, Wühre. NLB. Männer. Sonntag: 15.30 Zurzach – Bütschwil, Tiergarten. 16.00 Amriswil – Näfels, Freiestrasse. NLB. Frauen. Samstag: 17.30 Wattwil – Therwil, Rietstein. – Sonntag: 17.00 Ebnat-Kappel – Bellinzona.

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Davos nach Ambri-Fauxpas wieder Leader

Posted by on Nov 14, 2016 in Geschäft, Humanities, Kommunikation, Nachrichten und Gesellschaft, Unternehmergeist, Wirtschaft |

Der Zuercher Jeff Tambellini, links, und der Klotener Tommy Sanatala, rechts, kaempfen um den Puck beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den ZSC Lions und den Kloten Flyers am Dienstag, 18. Oktober 2011, im Hallenstadion in Zuerich. (PHOTOPRESS/Steffen Schmidt)

Ambri ist seine Leaderposition in der NLA-Meisterschaft bereits wieder los. Die Tessiner erlitten beim 2:4 gegen Zug in der 20. Runde die zweite Heimniederlage und mussten den neuen Gipfelstürmer Davos (3:2 in Langnau) passieren lassen.

Die Entlassung von Trainer Wassili Tichonow vor dem Spiel gegen Davos führte bei den SCL Tigers noch keine Wende zum Guten herbei. Langnau verlor gegen die Bündner 2:3, hat die letzten sieben Heimspiele nicht gewonnen und dabei stets weniger als drei Tore erzielt.

Christen der Matchwinner

gImmerhin zeigten die Emmentaler eine Reaktion. Langnau zeigte Moral und kehrte nach einem 0:2-Rückstand ins Spiel zurück. Bezeichnend für die Offensiv- schwäche aber war, dass Verteidiger Erik Hämäläinen die (Powerplay-)Tore vom 0:2 zum 2:2 gelang. Das Davoser Siegtor erzielte 247 Sekunden vor Schluss Björn Christen. Der Berner war mit einem Tor und zwei Assists Davos’ Matchwinner.Pauli Jaks patzte zweimal, und die zweite Heimniederlage Ambris mit 2:4 gegen Zug war perfekt. Beim 1:1-Ausgleich liess der Tessiner Goalie einen Schuss von Ruedi Nideröst, der seinen ersten Saisontreffer verbuchte, zwischen den Beinen passieren. Und unmittelbar vor dem 2:4 durch Duri Camichel glitt Jaks der Puck aus dem Handschuh.

Chur meldet sich zurück

g1Nach fünf Niederlagen in Serie sorgte Chur wider Erwarten wieder einmal für eine positive Nachricht. Die Bündner gelangten dank dem 6:2 gegen Fribourg zum erst dritten Sieg im 20. Spiel der aktuellen Saison. Zweimal lagen Serienverlierer aus Chur zurück, zweimal erzwangen sie mit beachtlichem Kampfgeist den Ausgleich und dann die Wende.

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Kein Spiel für schwache Nerven

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h1Nachdem das Spiel in der zweiten Runde gegen Schaan wegen Mannschaftsrückzug forfait gewonnen wurde, spielten die Gators kürzlich gegen Davos. Das spannende Spiel endete unentschieden.

unihockey. Davos war nicht bloss körperlich, sondern auch spielerisch einiges stärker als Zizers. So entwickelte sich sofort ein abwechslungsreiches Spiel. Im ersten Drittel waren die Spielanteile ziemlich gleichmässig verteilt. Beide Mannschaften konnten sich je ein Tor gutschreiben lassen. Es hätten aber auf beiden Seiten auch ein paar mehr sein können. Torhüter, Pfosten, Latte und Unvermögen standen öfters vor einem weiteren Erfolgserlebnis. Das Tor für Davos fiel genau nach zehn Minuten, und Widnau glich in Unterzahl mit einem schönen Backhand-Tor zwei Minuten später aus.

Widnau hat Mühe

h2Das Spiel änderte sich im zweiten Drittel. Davos praktizierte ein aggressives Forechecking, mit dem die Widnauer grösste Mühe hatten. Von gepflegtem Spielaufbau war nicht mehr viel zu sehen. Trotzdem gelang es Davos nicht, dies in Tore umzusetzen, und dies lag auch an Markus Hutter, dem Torhüter der Gators. Erst gegen Schluss des zweiten Drittels tauchten die Gators wieder gefährlich vor dem Davoser Tor auf. Ein Tor wollte aber nicht gelingen, trotz besten Möglichkeiten.Anfang des letzten Drittels gelang Davos dann der zweite Treffer. Doch wiederum zwei Minuten später konnte Widnau nochmals in Unterzahl nach einer schnellen Kombination ausgleichen. Davos hat weiter mehr vom Spiel, trotzdem häuften sich mit schnellen Kontern auch die Torchancen für die Rheintaler. Erst sechs Minuten vor Schluss erzielte wiederum Davos den Führungstreffer. Einmal mehr gelang aber postwendend der Ausgleich. Eine Minute nach dem Davoser Treffer führte ein zuerst missglückter Freistoss zum viel umjubelten Ausgleich.

Keine Tore mehr

hNach dem erneuten Ausgleich fielen keine Tore mehr. Auch die fünf Minuten Overtime brachten trotz vielen Chancen auf beiden Seite keinen Treffer mehr. So blieb es bei der Punkteteilung, die, wenn man die Torchancen vergleicht, sicher gerecht ist, auch wenn die Davoser mehr Spielanteile besassen.

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WEF auf Messers Schneide

Posted by on Nov 14, 2016 in Geschäft, Humanities, Kommunikation, Nachrichten und Gesellschaft, Unternehmergeist, Wirtschaft |

Die Zukunft des Davoser WEF ist ungewisser denn je. Bis Mitte November will die Bündner Regierung entscheiden, ob die Sicherheit gewährleistet sein kann. Bei den Einheimischen sind die Gefühle gemischt.

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Am 4. September zeigte sich die Bündner Regierung in Bezug auf die zukünftige Durchführung des Weltwirtschaftsforums (WEF) vorsichtig optimistisch – eine Woche später folgten die Terroranschläge in den USA. Damit wurde für die kantonalen Behörden die Beurteilung der Sicherheitslage für das alljährlich stattfindende Forum noch schwieriger. «Das Risiko ist gestiegen», sagt der Kommandant der Bündner Kantonspolizei, Markus Reinhardt. Man werde sich «auf den schlimmsten Fall» vorbereiten, machte der Kapo-Chef den Davosern klar.
Ob Reinhardt Ende Januar seine Mannen in Davos aufmarschieren lassen muss, ist alles andere als sicher. Für Anfang November ist nach den Worten von Regierungsrat Stefan Engler ein Treffen von Bund, Kanton, Landschaft geplant mit dem Ziel, bis Mitte November einen Entscheid über die WEF-Durchführung zu fällen.

Verunsicherung gewachsen

j3Grossrat Martin Schmid, der Präsident der parlamentarischen Kommission, welche den WEF-Bericht vorbereitet, äusserte seine «Zweifel, ob das WEF überhaupt noch im selben Umfang wie früher durchgeführt werden kann». Und die Kritiker wurden nicht leiser, als sie von Finanzdirektorin Eveline Widmer-Schlumpf erfuhren, dass die Kosten für die Sicherheitsmassnahmen den Kanton mit zehn Millionen belasten werden.

Leise gewordene Kritiker

A man walks at the main entrance of the congress center where the World Economic Forum will take place later this week in Davos, Switzerland, Monday Jan. 18, 2016. The world's political and business elite are being urged to do more than pay lip service to growing inequalities around the world as they head off for this week's World Economic Forum in the Swiss ski resort of Davos.iss Alpine town of Davos this week. (AP Photo/Michel Euler)

Doch dann trat vor einer Woche WEF-Gründer Klaus Schwab vor die Davoser. Rund 300 Einheimische bekamen ein flammendes Plädoyer zu hören, in dem sich Schwab für sein WEF und Davos stark machte. «Will man die Ziele der Terroristen unterstützen und einfach klein beigeben?» Gegen Fundamentalisten bestehe nur, wer ihnen fundamentalistische Überzeugungen entgegensetze. «Jetzt, da die Welt den Geist von Davos wirklich braucht, werden wir hoffentlich zusammenstehen.» Solche Worte waren Balsam auf die geschundenen Seelen der verunsicherten Davoser.Nach den Terroranschlägen wuchs in grossen Teilen der Davoser Bevölkerung die Angst. Vereinzelt meldeten sie sich in Leserbriefen zu Wort oder machten ihrem Unmut mit der Ankündigung einer IG «Davos ohne WEF» Luft. Wie jener Boutiquenbesitzer, der das WEF mit hohen Umsatzeinbussen für das lokale Gewerbe in Zusammenhang brachte und kurzerhand dessen Abschaffung verlangte. Einer forderte ein Forum-freies Bedenkjahr, ein anderer gab zu bedenken, dass der Ruf von Davos als Tourismusort auf 100 Jahre hinaus zerstört würde, wenn es zu einem Anschlag käme. Das war alles. Mehr wollten oder wagten sich nicht zu exponieren. Einer tat es vor wenigen Tagen trotzdem.j2

Alt Nationalrat Martin Bundi (SP) sprach sich in der «Südostschweiz» für die Umwandlung des WEF in ein «World Peace Forum»: «In Davos treffen sich jährlich während einer Woche gleich viele Vertreter der folgenden vier Gruppen: der Politik, der Friedensorganisationen und -institutionen, der Wirtschaft und der Umweltverbände.» Damit könnte sich ein echter Geist von Davos entwickeln, der auch für Graubünden und die Schweiz bedeutend wäre. Ob Bundi, Schwab oder beide ihr Ziel erreichen werden, ist offen. Am Schluss werden nicht Idealismus und Visionen über das WEF 2002 entscheiden, sondern allein die Gewährleistung eines sicheren Anlasses. Und diese hängt am Schluss nicht von guten Vorsätzen, sondern von ein paar hundert Sicherheitskräften ab.

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Ausserordentlich HV

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Rüthi. Die ausserordentliche Hauptversammlung des FC Rüthi findet eine Woche früher als geplant statt. Die Mitglieder Gönner und Freunde treffen sich am Freitag dem 9. November um 20 Uhr im Restaurant Löwenburg in Lienz. pd

Vierter Rang

bOrientierungslauf. Die OL-Nachwuchskader der Schweiz bestritten den wichtigsten Wettkampf des Jahres. Der Jugendcup ist ein Vergleich zwischen den zehn OL-Regionalkadern und besteht aus Staffelwettkampf und Einzellauf. Mit einem unglücklichen Lauf von Alexandra Thomas, Wilen, startete die Damen-Equi- pe. Dank hervorragenden Leistungen von Rachel Engeler, Amriswil, Lea Wegmüller, Steckborn, und Rahel Ammann aus Berneck resultierte doch noch der vierte Schlussrang. Beide Teams zusammengezählt ergab die gemeinsame Führung mit dem Zürcher Kader nach dem ersten Wettkampftag.

Am A-Nationalen OL vom Sonntag trugen insbesondere der erste Rang von Lea Wegmüller (D-20), sowie Rang zwei von Sandro Rechsteiner (H-16) und Daniel Hubmann (H-18) dazu bei, dass das Nachwuchskader schliesslich seinen zweiten Platz vom letzten Jahr souverän verteidigen konnte. Mithelfen konnte auch in der Kategorie D-16 Maiann Suhner aus Walzenhausen mit dem vierten Platz und Rahel Ammann aus Berneck, die Siebte wurde. Dem Gegner aus dem grossen Zürich musste aber das oberste Treppchen überlassen werden.

cKreuzlingen – SC Rheintal 6:2 (2:0, 3:2, 1:0)Bodenseearena – 90 Zuschauer – Sr. Chianese, KochTore: 2. Keller, Bösch 1:0, 12. Eisenring 2:0, 23. Schmalbach, Tschanz, Iseli 3:0, 36. Basler 4:0, 37. Bösch 5:0, 38. Kröni. P. Rüthemann 5:1, 40. Demonti, Engler 5:2) 60. Schmalbach, Neuenschwander, Basler 6:2. Kreuzlingen: Martini (Rizzi), Eglauf, Killian, Neuenschwander, Basler, Eisenring, Niederkofler, Müller, Bösch, Kaderli, Keller, Tschanz, Huber, Iseli, Rüegg, Schmalbach, Coach: A. GischigRheintal: Frei (Fehr), Lukas Rüthemann, Heule, Kröni, Schönenberger, Patrik Rüthemann, Kühnis, Meier, Hagen, Demonti, Broder, Göschler, Kehl, Engler, Hohl, Gianola, Anderson, Coach: Jürg Künzler. Verwarnungen: 5x 2 Minuten Rheintal, 4x 2 Minuten KreuzlingenBemerkungen: SC Rheintal ohne Walser, Künzler Siegrist, Zoller und Remund (verletzt)
Berneck – Rebstein II 2:4 (2:1)Tore: 15. Lufi 1:0, 20. Bytyqi 2:0,44. Rebstein 2:1, 59. Rebstein 2:2, 68. Rebstein 3:2, 84. Rebstein 4:2.Berneck: Wicki, Ramsauer, Siano, Weber (80. Stieger), Hutter, Rohner, Varano, Federer, Schelling (58. Hess), Bytyqi, Lufi (70. Knöpfel)Rebstein: Wüst, Patrik Benz, Markus Benz, Oliva, Strickler, Halter, Di Federico, Ivo Dalmolin, Müller, Cavcic, Di Benedotto, Ersatz: Bruderer, Davide Dalmolin, Enzo GiaffredaVerwarnungen: 1x Rebstein

eResultate: Uster – Widnau Gators 8:1.Rangliste: 1. Davos-Klosters 5 Spiele/15 Punkte. 2. Uster 5/12. 3. Widnau Gators 5/12. 4. Zizers 5/10. 5. Floorball Thurgau/Wuppenau 5/8. 6. Bronschhofen 5/6. 7. Zumikon 5/6. 8. Sarganserland 5/5. 9. Disentis 5/1. 10. Winterthur United 5/0.Resultate: Rehetobel Unihockey – Sarganserland II 6:6. Jona-Uznach Flames II – Rehetobel Uni- hockey 2:1.Rangliste: 1. Mörschwil Dragons 4 Spiele/6 Punkte. 2. Pfäffikon-Freienbach 4/6. 3. Sarganserland II 4/6. 4. Eschenbach II 4/4. 5. Speicher Bears 4/4. 6. Laupen ZH II 4/4. 7. Jona-Uznach Flames II 4/4. 8. Rehetobel Unihockey 4/3. 9. Rapperswil-Jona 4/3. 10. Rot-Weiss Chur III 4/0.
Resultate: Rehetobel Unihockey – Sarganserland II 6:6. Jona-Uznach Flames II – Rehetobel Unihockey 2:1.Rangliste: 1. Mörschwil Dragons 4 Spiele/6 Punkte. 2. Pfäffikon-Freienbach 4/6. 3. Sarganserland II 4/6. 4. Eschenbach II 4/4. 5. Speicher Bears 4/4. 6. Laupen ZH II 4/4. 7. Jona-Uznach Flames II 4/4. 8. Rehetobel Unihockey 4/3. 9. Rapperswil-Jona 4/3. 10. Rot-Weiss Chur III 4/0.

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Resultate: Nesslau Sharks – Floorb. Sonic Rheint. Diepoldsau 1:8. Floorb. Sonic Rheint. Diepoldsau – Zizers 6:5. Zizers – Widnau Gators 6:4. Widnau Gators – Piranha Chur 2:5.Rangliste: 1. Floorb. Sonic Rheint. Diepoldsau 2 Spiele/4 Punkte. 2. Waldkirch-St. Gallen 2/4. 3. Piranha Chur 2/4. 4. Pfäffikon-Freienbach 2/2. 5. Zizers 2/2. 6. Davos-Klosters 2/2. 7. Appenzell 2/2. 8. Widnau Gators 2/0. 9. Lions Meilen 2/0. 10. Nesslau Sharks 2/0.

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ISF steht kurz vor dem Aus

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Als die FIS ins Snowboard-Business einstieg, hatte der konkurrierende Verband ISF nie mehr als ein Lächeln für sie übrig. Das Lachen ist nun vergangen: Der ISF-Rennkalender umfasst höchstens noch acht Events, Geld ist keines mehr vorhanden und ein Exodus der Rider droht.

s Snowboard – Im Dezember 1998 schienen in der International Snowboard-Federation (ISF) die finanziellen Probleme vom Tisch. Der damalige Schweizer Präsident Bertrand Dener-vaud konnte der Öffentlichkeit mit dem amerikanischen Kommunikationsunternehmen Motorola einen neuen Tour-Hauptsponsor präsentieren. Von einem Support in der Höhe von 7 bis 10 Millionen Dollar pro Saison war die Rede. Von einer Masters-Serie mit astronomischen Preisgeldsummen träumten die ISF-Macher, global sollte die neue Tour ausgerichtet sein.

s1Nun, zwei Jahre nach dem vermeintlichen Sponsoren-Coup ist von der Goldgräberstimmung nichts mehr übrig. Dem Aufbruch folgte quasi der Zusammenbruch. Motorola verabschiedete sich vor Monaten, von der Öffentlichkeit fast unbemerkt, aus dem Dreijahresvertrag und hinterliess ratlose Verantwortliche. Dem Austritt der Amerikaner folgte wenig später der Konkurs der «Boardercross Marketing Consulting GmbH» (BMC). Mit dem Bankrott der BMC verlor die ISF einerseits eine beträchtliche Summe Geld, auf der anderen Seite war die Boardercross-Wettkampf-Serie damit zum Scheitern verurteilt.

ISF-Präsident als Einzelkämpfer

John Bache, Präsident und CEO der ISF in Personalunion, sprach von den «härtesten Monaten der ISF». Man habe die Probleme intern geortet, wirklich konkrete Lösungsvorschläge, wie sein Verband die Finanzprobleme in den Griff bekommen könnte, waren vom Neuseeländer aber keine zu hören. Stattdessen liess er verbreiten, die derzeit knieende ISF werde aufstehen und «stärker denn je» in den Ring zurückkehren.

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Wohl kaum, könnte man da anfügen. Der Zustand der ISF ist höchst alarmierend. Über einen Tourmanager verfügt sie nicht mehr, der Titelsponsor fehlt ebenso, Bache ist ungewollt zum Einzelkämpfer mutiert. Von der stolzen Tour ist wenig übrig geblieben. Unlängst meldete sich mit Sölden ein weiterer Veranstalter ab, womit der Kalender nur noch acht Events umfasst. Vier davon (zweimal Laax, Leysin und Davos) finden in der Schweiz statt. Dass sich für eine derart redimensionierte Profi-Tour kaum mehr Sponsoren finden lassen, ist selbstredend.
Die FIS bietet ihren Fahrern mit 15 Stationen und insgesamt je 46 Rennen für Männer sowie Frauen vergleichsweise paradiesische Zustände; die Preisgeldsumme bewegt sich in zweifacher Millionenhöhe. Zahlreiche ISF-Cracks haben bereits FIS-Lizenzen gelöst und dürften spätestens nach den Olympischen Spielen «überlaufen». Olympiasieger Gian Simmen erwägt gar, sich nach Salt Lake City nur noch auf Werbeprojekte zu konzentrieren. Wo der Rest der Schweizer ISF-Boarder fahren wird, ist ungewiss.

Laaxer Probleme

s6«Ich erlebe diese Konstellation nun zum vierten Mal», sagt Ariane Ehrat, die Laaxer OK-Verantwortliche für den ISF-Take-off am Grap Sogn Gion, zur schwierigen Situation. Derart prekär sei die Lage aber noch nie gewesen. Eine Absage der Halfpipe- und Alpinwettkämpfe sei in Laax aber trotzdem nicht zur Debatte gestanden. «Wegen des fehlenden ISF-Titel-Sponsors müssen wir aber Einsparungen vornehmen.» Wie sich die Zukunft der Laaxer Rennen präsentiert hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Verträge mit den Hauptgeldgebern UBS, Nescafé und Swisscom laufen demnächst aus.

«Es ist für Verhandlungen mit Sponsoren wichtig, dass die Veranstaltung zu einer geregelten Tour gehört», so Ehrat, «sonst fehlt der rote Faden.» Letztlich sei entscheidend, dass die besten Rider am Start stehen und die Medialisierung stimmt. Nicht nur in Laax werden sie die negative Entwicklung der ISF demzufolge beobachten, auch in anderen Resorts. «Wir müssen uns überlegen, ob wir eine neue Serie bilden. In der Leichtathletik gibt es eine Golden League, vielleicht sollten wir auch im Snowboard eine solche Form ins Auge fassen.» Ehrat betonte aber, dass momentan keine konkreten Pläne existieren. Selbst einen Übertritt in den FIS-Weltcup mochte sie nicht ausschliessen.
s5Peter Bayer, der als Vertreter der Fahrer im ISF-Vorstand einsitzt ist sich dem Ernst der Lage durchaus bewusst. «Wir waren im Sommer handlungsunfähig. Das kann ich nicht in Abrede stellen.» Dass nun die Hälfte der Fahrer ihren Mitgliederbeitrag (3000 Franken) einbezahlt hat, wertet Bayer als Zeichen der Solidarität. Die ISF wird in ihrer jetzigen Form kaum lange weiter existieren. Deshalb wollen Bayer und seine PSA die Vermarktung der Tour aus der ISF ausgliedern: «Wir wollen keine eigene PSA-Tour gründen, das Logo der ISF soll enthalten bleiben.» Die PSA wolle selber mit den Veranstaltern verhandeln. «Die ISF soll sich darauf beschränken, Verbandsaufgaben zu machen und die Kontakte zu pflegen.»

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Vor dem Absturz

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Für den Internationalen Ski-Verband FIS, der 1994 ins Snowboard-Geschäft einstieg, hatten die Vertreter der konkurrierenden ISF nie mehr als ein Lächeln übrig. Das Lachen ist ihnen vergangen: Geld ist kaum mehr vorhanden und ein Exodus der Fahrer droht.

Im Dezember 1998 schienen in der International Snowboard Federation (ISF) die finanziellen Probleme vom Tisch. Der damalige Schweizer Präsident Bertrand Denervaud konnte der Öffentlichkeit einen neuen potenten Tour-Hauptsponsor präsentieren. Von einem Support in der Höhe von rund sieben bis zehn Millionen Dollar pro Saison war die Rede. Von einer Masters-Serie mit hohen Preisgeldsummen träumten die ISF-Macher, global sollte die neue Tour ausgerichtet sein.
bbNun, zwei Jahre nach dem vermeintlichen Sponsoren-Coup ist von der Goldgräberstimmung nichts mehr übrig. Dem Aufbruch folgte quasi der Zusammenbruch. Der Hauptsponsor verabschiedete sich schon vor Monaten, von der Öffentlichkeit fast unbemerkt, aus dem Dreijahresvertrag und hinterliess weitgehend ratlose ISF-Verantwortliche. Diesem unverzüglichen Austritt folgte wenig später der Konkurs der «Boardercross Marketing Consulting GmbH» (BMC). Mit dem Bankrott der BMC verlor die ISF einerseits eine beträchtliche Summe Geld, auf der anderen Seite war die Boardercross-Wettkampf-Serie gleichzeitig zum Scheitern verurteilt.

Präsident als Einzelkämpfer

aaJohn Bache, Präsident und CEO der ISF in Personalunion, sprach von den «härtesten Monaten in der Geschichte der ISF». Man habe die Probleme intern geortet, wirklich konkrete Lösungsvorschläge, wie sein Verband die eklatanten Finanzprobleme in den Griff bekommen könnte, waren vom Neuseeländer aber keine zu hören. Stattdessen liess er via Internet verbreiten, die derzeit knieende ISF werde aufstehen und «stärker denn je in den Ring zurückkehren». Wohl kaum, könnte man da anfügen. Der Zustand der ISF ist nicht nur lamentabel, sondern alarmierend. Über einen Tourmanager verfügt sie nicht mehr, der Titelsponsor fehlt ebenso, Bache ist zum Einzelkämpfer mutiert.Von der einst stolzen Wettkampf-Tour ist wenig übrig geblieben. Unlängst meldete sich mit der österreichischen Station Sölden ein weiterer Veranstalter ab, womit der mickrige Kalender nur noch acht Events umfasst. Vier davon (zweimal Laax, Leysin und Davos) finden in der Schweiz statt. Dass sich für eine derart redimensionierte ISF-Profi-Tour kaum mehr Sponsoren finden lassen, ist selbstredend.Die FIS dagegen bietet ihren Snowboard-Fahrern mit 15 Stationen und je 46 Rennen für die Männer sowie Frauen vergleichsweise paradiesische Zustände; und die Gesamt-Preisgeldsumme bewegt sich in zweifacher Millionenhöhe. Zahlreiche ISF-Boarder haben bereits FIS-Lizenzen gelöst und dürften spätestens nach den Olympischen Spielen «überlaufen». Olympiasieger Gian Simmen erwägt gar, sich nach Salt Lake City nur noch auf Werbeprojekte zu konzentrieren. Wo der grosse Rest der vielen Schweizer ISF-Boarder fahren wird, ist ungewiss.

Grosse Laaxer Probleme

cc«Ich erlebe diese Konstellation nun bereits zum vierten Mal», sagt Ariane Ehrat, die Laaxer OK-Verantwortliche für den so genannten ISF-Take-off am Grap Sogn Gion, zur schwierigen Situation der ISF. Derart prekär sei die Lage aber wohl noch nie gewesen. Eine Absage der Halfpipe- und Alpinwettkämpfe sei in Laax aber trotzdem nicht zur Debatte gestanden. «Wegen des fehlenden ISF-Titel-Sponsors müssen wir aber massive Einsparungen vornehmen.» Wie sich die nähere Zukunft der Laaxer Weltcup-Rennen präsentiert hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Verträge mit den Hauptgeldgebern UBS, Nescafé und Swisscom laufen bald aus.«Es ist für Verhandlungen mit Sponsoren wichtig, dass die Veranstaltung zu einer geregelten Tour gehört», so Ariane Ehrat, «sonst fehlt der rote Faden.» Letztlich sei entscheidend, dass die besten Rider am Start stehen und die Medialisierung stimmt. Nicht nur in Laax werden sie die negative Entwicklung der ISF demzufolge genau beobachten. «Wir müssen uns überlegen, ob wir eine neue Serie bilden. In der Leichtathletik gibt es eine Golden League, vielleicht sollten wir auch im Snowboard eine solche Form ins Auge fassen.» Ehrat betont aber, dass momentan keine Pläne existieren. Selbst einen Übertritt in den FIS-Weltcup schliesst sich nicht aus.

Handlungsunfähige ISF

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Peter Bayer, der als Vertreter der Fahrervereinigung im neun-köpfigen ISF-Vorstand einsitzt, mag nicht alles dramatisieren, ist sich des Ernsts der Lage aber durchaus bewusst. «Wir waren im Sommer, als uns das Geld der BMC fehlte, faktisch handlungsunfähig. Das kann und will ich nicht in Abrede stellen.» Dass mittlerweile rund die Hälfte der Fahrer ihren Mitgliederbeitrag (rund 3000 Franken für die Rennlizenz) einbezahlt hat, wertet Bayer als Zeichen der Solidarität. «Zudem haben wir wieder etwas Handlungsspielraum.»Die ISF, das steht aber fest, wird in ihrer jetzigen Form kaum noch lange existieren. Deshalb wollen Bayer und seine PSA die Tour-Vermarktung ausgliedern: «Wir wollen keine eigene PSA-Tour gründen, das Logo der ISF soll enthalten bleiben.» Die PSA wolle künftig aber selber mit den Veranstaltern verhandeln, sagt Bayer. «Die ISF soll sich wieder darauf beschränken, Verbandsaufgaben zu machen und die Kontakte zu den Nationalverbänden zu pflegen.»

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